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Wissen aus der Textschreiner-Werkstatt

Wie trittst du als Handwerker online gut auf?

· admin

Ein guter Online-Auftritt hilft Kunden dabei, deinen Handwerksbetrieb zu finden und sich ein Bild von deiner Arbeit zu machen. Dafür musst du nicht jeden Trend mitmachen. Hier erfährst du, welche Grundlagen sich lohnen und womit du anfangen kannst.

Was ist das Wichtigste auf einen Blick?

  • Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil hilft dir, als Handwerker online in deiner Region gefunden zu werden.
  • Deine eigene Webseite zeigt, was du anbietest und warum Kunden dir vertrauen können.
  • Echte Fotos und verständliche Texte machen deine Arbeit greifbar.
  • Kundenbewertungen helfen Interessenten bei der Entscheidung.
  • Lieber einen Kanal gut pflegen als drei halbherzig.

Warum ist ein guter Online-Auftritt für dich als Handwerker wichtig?

Weil viele Kunden sich online informieren, bevor sie einen Handwerker anrufen. Sie wollen wissen: Machst du die gesuchte Arbeit? Bist du in ihrer Nähe tätig? Und welchen Eindruck hinterlässt dein Betrieb?

Auch Stammkunden schauen online nach deiner Telefonnummer oder deinen Öffnungszeiten. Wenn diese Angaben fehlen oder veraltet sind, wird aus einer einfachen Kontaktaufnahme schnell eine unnötige Sucherei.

Ein übersichtlicher Auftritt kann dir außerdem Arbeit abnehmen. Wer auf deiner Webseite bereits erfährt, welche Leistungen du anbietest und wo du tätig bist, muss diese Dinge nicht erst am Telefon erfragen.

Was bringt dir ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil als Handwerker?

Ein Google-Unternehmensprofil ist ein kostenloser Eintrag, über den dein Betrieb in der Google-Suche und bei Google Maps sichtbar werden kann.

Beispiel eines Unternehmensprofils für eine Schreinerei mit markierten Angaben zu Leistungen, Standort, Öffnungszeiten und Kontakt.

Kunden finden dort beispielsweise deine Telefonnummer, Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos und Bewertungen. Gerade für einen Handwerksbetrieb, der in einer bestimmten Region arbeitet, ist das eine wichtige Grundlage.

Wie richtest du dein Google-Unternehmensprofil ein?

Prüfe zuerst, ob dein Betrieb bereits einen Eintrag hat. Falls ja, kannst du die Inhaberschaft beanspruchen. Falls nicht, legst du ein neues Profil an.

Dafür brauchst du ein Google-Konto. Eine Gmail-Adresse ist nicht notwendig; du kannst auch eine andere E-Mail-Adresse verwenden.

Trage deine Unternehmensdaten sorgfältig ein und folge anschließend den Schritten zur Bestätigung. Google legt fest, welche Verfahren für deinen Betrieb verfügbar sind. Dazu können beispielsweise Video, Telefon, SMS, E-Mail oder Post gehören. Wie lange die Einrichtung insgesamt dauert, hängt deshalb auch vom Bestätigungsverfahren ab.

Hier kannst du dein Google-Unternehmensprofil kostenlos einrichten.

Du hast schon eine Webseite oder ein Google-Profil, bist aber unsicher, ob Kunden dort alles Wichtige finden? Ich schaue mir deinen Auftritt beim kostenlosen Online-Check an.

Warum lohnt sich eine eigene Webseite zusätzlich?

Deine Webseite ist die zentrale Anlaufstelle für deinen Betrieb. Hier bestimmst du, wie du deine Leistungen, dein Team und deine Projekte präsentierst.

Ein Google-Profil liefert einen schnellen Überblick. Auf deiner eigenen Seite kannst du ausführlicher zeigen, welche Arbeiten du übernimmst, wie du vorgehst und was deinen Betrieb ausmacht.

Auch ohne eigene Webseite kannst du bei Google sichtbar sein. Mit einer eigenen Seite schaffst du aber zusätzliche Möglichkeiten, gefunden zu werden und Interessenten von deiner Arbeit zu überzeugen.

Was gehört auf eine gute Handwerker-Webseite?

Besucher sollten schnell Antworten auf diese Fragen finden:

  • Was bietest du an? Beschreibe deine Leistungen konkret und verständlich.
  • Für wen arbeitest du? Zum Beispiel für Privatkunden, Hausverwaltungen oder andere Unternehmen.
  • Wo bist du tätig? Nenne deinen Standort und dein tatsächliches Einsatzgebiet.
  • Wer steckt hinter dem Betrieb? Zeig dich und dein Team.
  • Wie sieht deine Arbeit aus? Nutze echte Projektfotos und passende Referenzen.
  • Wie erreicht man dich? Mach Telefonnummer und Kontaktmöglichkeiten leicht auffindbar.

Diese Inhalte lassen sich häufig auf Startseite, Leistungsseiten, einer Über-uns-Seite und einer Kontaktseite unterbringen. Dazu kommen die für deinen Auftritt erforderlichen rechtlichen Angaben.

Beispiel einer Handwerker-Website mit Hinweisen auf eine klare Leistungsbeschreibung, das Einsatzgebiet, Arbeitsbeispiele und einen direkten Kontaktbutton.

Entscheidend ist, dass Kunden die gesuchten Informationen schnell finden und dich auch mit dem Handy unkompliziert kontaktieren können.

Wie aufwendig ist eine eigene Webseite?

Das hängt davon ab, was sie leisten soll. Für einen kleinen Betrieb mit einem überschaubaren Angebot kann zum Start eine einzelne, gut aufgebaute Seite reichen. Wenn du unterschiedliche Leistungen ausführlich erklären möchtest, sind mehrere Unterseiten oft sinnvoller.

Zum Aufwand gehören neben Gestaltung und Technik auch Texte, Bilder, Datenschutz, Ladezeiten und eine verständliche Navigation.

Mit einem Dienstleister ist das gut machbar. Du hilfst dabei vor allem mit Informationen über deinen Betrieb, passenden Bildern und klaren Rückmeldungen.

Auch ein Baukastensystem kann ein Einstieg sein. Es nimmt dir einen Teil der technischen Arbeit ab. Welche Inhalte deine Kunden brauchen und wie du sie verständlich darstellst, musst du trotzdem entscheiden.

Wie verbesserst du deine Auffindbarkeit bei Google?

Für den Anfang lohnt es sich, die Grundlagen sauber umzusetzen:

  • Beschreibe deine Leistungen genau. „Badsanierung“ sagt mehr als „Wir machen Ihre Wohnträume wahr“.
  • Nenne deinen Standort und dein Einsatzgebiet. Zum Beispiel „Malerbetrieb in Dortmund“, wenn das auf deinen Betrieb zutrifft.
  • Halte dein Google-Profil aktuell. Achte auf passende Kategorien, Leistungen, Kontaktdaten und Öffnungszeiten.
  • Zeig abgeschlossene Arbeiten. Gute Projektbeispiele machen verständlich, was Kunden bei dir beauftragen können.
  • Bitte um ehrliche Bewertungen. Sie helfen Interessenten bei der Entscheidung.

Damit legst du eine sinnvolle Grundlage. Eine Garantie für bestimmte Platzierungen ist das nicht: Bei lokalen Suchergebnissen berücksichtigt Google unter anderem, wie gut dein Betrieb zur Suche passt, wie weit er vom Suchenden entfernt ist und wie bekannt er ist.

Wann lohnt sich Social Media für deinen Handwerksbetrieb?

Social Media kann sinnvoll sein, wenn du gerne Einblicke in deine Arbeit gibst und dafür regelmäßig etwas Zeit einplanen kannst.

Vorher-Nachher-Bilder, kurze Baustellenberichte oder Antworten auf Kundenfragen zeigen, wie du arbeitest. Auch die Menschen hinter dem Betrieb werden dadurch sichtbar.

Welcher Kanal passt, hängt von deinen Kunden und deinen Inhalten ab. Für einen Betrieb mit vielen anschaulichen Projekten kann Instagram interessant sein. Wenn du vor allem Geschäftskunden oder berufliche Kontakte erreichen möchtest, kann LinkedIn einen Blick wert sein.

Was könntest du dort konkret zeigen?

Ein fiktives Beispiel: Eine Fliesenlegerin dokumentiert eine Badsanierung. Sie zeigt den Ausgangszustand, erklärt eine knifflige Stelle und fotografiert das fertige Ergebnis. So sehen Interessenten nicht nur schöne Fliesen, sondern erfahren auch etwas über ihre Arbeitsweise.

Dafür brauchst du keinen täglichen Beitrag. Wichtiger ist, dass deine Inhalte etwas zeigen oder eine Frage beantworten.

Wenn Social Media für dich dauerhaft zusätzlicher Ballast wäre, konzentriere dich zunächst auf deine Webseite und dein Google-Unternehmensprofil.

Womit solltest du anfangen?

Wenn bisher wenig vorhanden ist, geh in dieser Reihenfolge vor:

  1. Google-Unternehmensprofil prüfen oder anlegen: Stimmen Telefonnummer, Leistungen, Öffnungszeiten und Einsatzgebiet?
  2. Die wichtigsten Informationen auf deiner Webseite klären: Verstehen Besucher sofort, was du anbietest, wo du arbeitest und wie sie dich erreichen?
  3. Echte Einblicke ergänzen: Sammle Projektfotos und bitte Kunden nach abgeschlossenen Aufträgen um eine ehrliche Bewertung.

Danach kannst du entscheiden, ob du zusätzliche Inhalte oder einen Social-Media-Kanal sinnvoll pflegen kannst.

Welche Fragen tauchen häufig auf?

Was mache ich, wenn ich keine guten Fotos habe?

Du musst deshalb nicht alles aufschieben. Auch mit dem Handy lassen sich brauchbare Bilder machen. Nutze möglichst gutes Tageslicht, halte die Kamera ruhig und achte darauf, dass die eigentliche Arbeit gut zu erkennen ist.

Fotografiere neben dem fertigen Projekt auch Details: saubere Übergänge, Oberflächen oder besondere Lösungen. Bei Vorher-Nachher-Bildern hilft ein ähnlicher Blickwinkel. Kläre vor der Veröffentlichung, ob du die Aufnahmen verwenden darfst.

Wie bekomme ich Google-Bewertungen?

Bitte Kunden nach Abschluss eines Auftrags freundlich um eine ehrliche Bewertung. Ein direkter Bewertungslink macht es ihnen leichter.

Formuliere die Bitte offen, ohne eine bestimmte Bewertung vorzugeben. Bedanke dich für Rückmeldungen und antworte auch auf Kritik ruhig und sachlich.

Wie halte ich meinen Online-Auftritt mit wenig Zeit aktuell?

Plane einen kurzen, festen Termin ein, etwa einmal im Monat. Prüfe deine Kontaktdaten, beantworte neue Bewertungen und ergänze bei Gelegenheit ein aktuelles Projektfoto.

Änderungen wie neue Öffnungszeiten oder eine andere Telefonnummer solltest du direkt übernehmen. So bleiben die wichtigsten Informationen zuverlässig.

Wie kann ich dich bei der Umsetzung unterstützen?

Du möchtest deinen Online-Auftritt verbessern, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst?

Du musst nicht alles auf einmal angehen. Beim kostenlosen Online-Check schauen wir zuerst, wo dein Betrieb online steht und was du als Nächstes verbessern kannst.

Schick mir den Link zu deiner Webseite oder deinem Google-Unternehmensprofil. Wenn du anschließend Unterstützung bei deinen Texten oder deinem Google-Profil möchtest, besprechen wir das.