Was kann ich auf LinkedIn posten?
Du starrst auf den Bildschirm und denkst:
„Was soll ich heute wieder auf LinkedIn posten?“
„Mein Thema interessiert doch eh keinen.“
„Da wurde schon alles drüber geschrieben.“
Dir ist schon klar, dass die Resonanz sich auch diesmal in Grenzen halten wird und sich die aufgewendete Zeit später verloren anfühlt. Aber ‘irgendwas’ muss man ja posten, um den Algorithmus zu füttern. oder?
Mit diesen Gedanken bist du nicht allein. Allerdings führen sie in die falsche Richtung.
Auf der Suche nach Ideen für LinkedIn Postings ist selten dein Thema das Problem.
Eher deine Perspektive darauf.
Likes und Kommentare sind sicher etwas Schönes und können auch nützlich sein. Wenn du sie zu wichtig nimmst, kann es allerdings schnell frustrierend werden, wenn diese ausbleiben oder nur vereinzelt eintrudeln.
In diesem Artikel dröseln wir mal auf:
- Was kannst du auf LinkedIn posten?
- Welche Ideen passen zur Zielgruppe?
- Welche Formate können genutzt werden?
- Welche Tools erleichtern das posten auf LinkedIn?
Nach diesem Post weißt du, wie du deinen Content strategisch angehst, ohne dir täglich den Kopf zu zerbrechen.
„Was kann ich auf LinkedIn posten?“, ist die falsche Frage.
Bevor du dich mit Ideen zuballerst, brauchst du eins:
Ziele.
Wenn du auf LinkedIn posten möchtest, frag dich zunächst, was du damit erreichen willst.
Denn Content als Selbstzweck ist höchstens als Hobby gut. Deine Postings aber sollen ja etwas bewirken. Am liebsten Kunden. Oder Aufmerksamkeit. Oder neue Kontakte. Oder, oder…
Frag dich:
- Wen will ich erreichen?
- Was will ich damit erreichen?
- Was sollen diese Menschen über mich (oder mein Thema) denken und wissen?
Wenn das klar ist, filtert sich die Ideenflut schon automatisch ein wenig.
Du postest nicht mehr einfach irgendwas.
Sondern gezielt. (mehr oder weniger 😉 )
Und lässt dich seltener zu den typischen Fehlern hinreißen.
3 häufige Denkfehler zum LinkedIn Content
- „Ich muss möglichst viele erreichen.“
Spoiler: Du wirst es nicht schaffen.
Und das ist ok. - „Ich muss Privates auf LinkedIn zeigen, um authentisch zu sein.“
Nope. Musst du nicht.
→ Sei lieber nahbar und zeig, dass du Probleme deiner Leser verstehst. - „Ich brauch erstmal viele Follower.“
Auch das wird überschätzt. Du willst schließlich kein Influencer werden.
Natürlich solltest du aktiv neue Kontakte suchen. Mit einem aktiven Profil fällt das allerdings leichter.
Content Ideen für LinkedIn passend mischen
Die Zielsetzung deines LinkedIn-Postings ist entscheidend.
Nicht nur WAS du sagst, sondern WIE, macht den Unterschied.
Mit einem reinen Fachbeitrag wirst du die breite Masse kaum ködern.
Auch der Algorithmus wird dir eher gelangweilt zunicken.
Aber: Manch interessierter Leser saugt so einen Beitrag regelrecht auf und merkt sich deinen Namen, weil er sich verstanden fühlt.
Provokante Inhalte hingegen lösen oft starke Reaktionen aus.
Emotionen. Widerspruch. Zustimmung.
Das erzeugt Aufmerksamkeit – vielleicht sogar virale.
Doch ohne Substanz dahinter (z.B. in weiteren eher fachlichen Postings) ist alles auch morgen wieder vergessen.
Und was ist jetzt mit Authentizität?
Die zeigst du durch einzigartige Erfahrungen, deine Sicht auf die Welt und interessanten Geschichten. Nicht mit deinem Privatleben.
Deshalb gilt:
- Provokation kann ein Einstieg sein
- Fachlichkeit baut Vertrauen auf
- Storytelling oder persönliches verbindet
Je nach Zielgruppe und deinen Zielen auf der Plattform in verschiedenen Mischungsverhältnissen.Und genau darum lohnt es sich, vor dem Schreiben zu überlegen: Was will ich mit diesem Beitrag auf LinkedIn erreichen?
| Ziel | Mögliche Beiträge |
|---|---|
| Sichtbarkeit | provokante Frage, ungewöhnliche Meinung, Anekdote |
| Vertrauen | Story mit Lernmoment, Einblick in Arbeitsweise |
| Expertenstatus | Mini-Tutorial, Problem + Lösung |
| Conversion | konkrete Einladung, Case Study, Angebot |
Formate, die auf LinkedIn funktionieren
Auf LinkedIn funktionieren im Kern die Formate gut, die dir helfen, sichtbar als Unternehmer aufzutreten, Vertrauen aufzubauen und Gespräche auszulösen.
1. Klassische LinkedIn-Posts: Deine „Daily Präsenz“
Das ist der Content, den deine Zielgruppe im Feed sieht.
- Reine Text-Posts: Ideal für Geschichten aus dem Unternehmeralltag, Learnings, klare Meinungen, kurze Checklisten.
- Text + Bild: Nutze Fotos von dir, deinem Team, Projekten, Vorher‑Nachher, Screenshots – alles, was deine Aussagen „greifbar“ macht.
- Video-Posts: Kurze Videos, in denen du etwas erklärst, einen Einblick gibst oder eine klare Botschaft sendest – wirkt sehr persönlich und baut schnell Vertrauen auf.
Nutze diese Posts, um regelmäßig sichtbar zu sein und Haltung, Expertise und Persönlichkeit zu zeigen.
2. Karussells & Dokumente: Deine „Mini-Präsentationen“
Das sind PDF- oder Dokument-Posts, die man durchswipen kann – wie eine kleine Präsentation direkt im Feed.
- Perfekt für: Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Frameworks, „5 Fehler, die…“-Listen, Case Studies, kompakte Präsentationen deines Angebots.
- Vorteil: Sehr aufmerksamkeitsstark, weil man aktiv durchklickt; eignet sich super, um komplexere Inhalte leicht verdaulich zu machen.
Nutze Karussells, um deine Methode, deinen Prozess oder typische Kundenergebnisse visualisiert zu erklären.
3. Interaktive Formate auf LinkedIn: Deine „Dialog-Öffner“
Hier geht es weniger um Senden, mehr um Austausch.
- Umfragen: Schnelle Abstimmungen („Was ist aktuell eure größte Herausforderung in XYZ?“) – bringen Kommentare und Insights aus deiner Zielgruppe.
- Events: Für Webinare, Live-Demos, Q&As – du kannst gezielt Teilnehmer einsammeln und Leads generieren.
- Live / Audio: Live-Sessions, in denen du Fragen beantwortest oder ein Thema vertiefst – stark für Positionierung und Nähe.
Für dich als Unternehmer: Poste diese Formate gezielt, wenn du Feedback willst oder Leads für ein konkretes Angebot einsammeln willst.
4. Längere Formate: Deine „Tiefe Expertise“
Damit zeigst du, dass du wirklich im Thema drin bist.
- Artikel: Längere Beiträge direkt auf LinkedIn – gut für tiefere Fachthemen, Analysen, ausführliche Guides.
- Newsletter: Wiederkehrendes Format, das man abonnieren kann – ideal, wenn du regelmäßig mit einer Community in Kontakt bleiben willst, ohne E-Mail-Liste aufbauen zu müssen.
Nutze das, um Leuchtturm-Inhalte auf deiner LinkedIn Prasenz zu schaffen, auf die du immer wieder verweisen kannst (z.B. „Der ultimative Leitfaden für…“).
5. Profil-Elemente: Deine „Landingpage“ auf LinkedIn
Nicht direkt ein Post-Format, aber extrem wichtig, weil hier viele nach einem guten Post landen.
- „Im Fokus“ (Featured): Hier kannst du deine wichtigsten Posts, PDFs, Artikel oder Landingpages oben im Profil anpinnen.
- Medien im Profil: Ergänze dein Profil um Beispiele, Referenzen, Präsentationen, Angebotsübersichten.
Denk dein LinkedIn-Profil wie eine Landingpage – jemand sieht einen starken Post, klickt auf dein Profil, und dort muss klar sein, wer du bist, was du anbietest und wie man mit dir arbeiten kann.
Wenn du so gar nicht weißt, wo du anfangen sollst:
In meinem kostenlosen LinkedIn DIY Newsletter bekommst du 6 Templates, mit denen du in unter 15 Minuten posten kannst.
Content Ideen LinkedIn: So findest du konkrete Themen
Du brauchst keine kreative Eingebung.
Nur Struktur. Hier sind drei erprobte Wege um schnell auf Ideen für neue LinkedIn Postings zu kommen:
1. Der Perspektivwechsel
Deine Kunden/ Leser/ Leads haben sich meist nicht so sehr mit Deinem Thema beschäftigt, wie du. Was für Dich logisch erscheint, muss es nicht sein. denk mal an DEINE Anfänge zurück. Du wusstest vorher auch NICHTS. 😉
Frag dich also mal:
> „Was müsste jemand wissen, der von meinem Thema zum ersten Mal hört, um es zu verstehen?“
Oder:
> „Was hat mich früher daran genervt / überfordert?“
2. Das Content-Splitting
Aus einem großen Thema machst du viele kleine:
> „Ich erstelle Webseiten“ →
– Was gehört auf die Startseite einer Webseite?
– Wie schreibe ich gute Texte für eine Webseite?
– Welche Fehler siehst du oft auf Webseiten?
Jede Unterfrage ist ein LinkedIn-Post.
3. Der Blechkopp für LinkedIn-Ideen
Ich hab ein kleines GPT für Dich gebaut, das dir erste Ideen aufs Tablett legt.
Du gibst dein Thema ein – der Blechkopp denkt mit.
Direkt hier testen:
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LinkedIn-Content für dein Business und deine Kunden
Viele posten eher für ihre Branche – nicht für ihre Kunden.
Es wimmelt von Fachbegriffen, insiderhumor und Austausch mit Kollegen.
Leider nichts, was Kunden ihre Vorteile zeigt.
Stell dir stattdessen deine Zielperson vor:
- Was hat sie letzte Woche genervt?
- Was würde ihr helfen?
- Worüber würde sie lachen oder nicken?
Und dann schreib genau darüber.
Zielgruppe & Format: Alles hängt zusammen
Zielgruppen sind selten homogen. Jeder Deiner Leser und Leserinnen wird eine unterschiedliche Vorbildung mitbringen. Entsprechend kannst du auch deine Inhalte darauf ausrichten und sie als großes ganzes sehen, mit Liebe zum Detail.
- Wer soll das lesen?
- Wie sprechen diese Leute?
- Was beschäftigt sie gerade?
- Wo soll die Reise hingehen?
- Was sollen sie wissen, um meine Leistung zu erkennen?
Im Beispiel sind Zielgruppen grob nach Tätigkeit sortiert.
Somit ist es stark vereinfacht, aber vielleicht siehst Du damit etwas klarer:
| Zielgruppe | Ton | Fokus |
|---|---|---|
| Selbstständige | locker, direkt | Alltag, Lösungen, Mutmacher |
| Geschäftsführer | sachlich, lösungsorientiert | Klartext, Prozesse, Vertrauen |
| Kreative | visuell, unkonventionell | Ideen, Persönlichkeit, Haltung |
Profil + Content = Deine Wirkung auf LinkedIn
Dein Content bringt Leute auf dein Profil.
Wenn sie dort nur eine Liste von Arbeitgebern finden, springen sie ab.
Dein Profil muss nicht perfekt sein. Ein klarer roter Faden ist aber schon sinnvoll:
- Wer bist du?
- Was bietest du wem?
- Warum lohnt es sich, dir zu folgen?
Nutze dabei, was du kannst. Schon ein ordentliches Banner oben auf dem Profil macht viel aus. Die Fokussektion wiederum kannst du nutzen, um deine wichtigsten Inhalte zu zeigen.
Was tun, wenn keiner reagiert?
Kein Like heißt nicht „war schlecht“.
Besonders der Start kann hart sein, wenn das eigene Netzwerk noch klein ist.
Geh also auf Menschen zu, von denen Du weißt,
dass sie im Netzwerk aktiv sind. Wenn sie oft genug auf dich aufmerksam werden, werden sie reagieren.
Geh auch aktiv in die Kommentare unter fremden Postings – Sichtbarkeit entsteht im Netzwerk.
Häufig unentdeckt bleiben Postings auch, wenn die Überschrift (die Hook) zu uninteressant ist. Leser entscheiden in einem Wimpernschlag, ob es sich lohnt auf ‘Mehr…’ zu klicken.
Frag dich also: War der Einstieg stark genug? Hättest du selbst drauf reagiert?
Du brauchst kein „spannendes“ Thema um auf LinkedIn zu posten.
Content auf LinkedIn ist kein Talentding.
Sondern Handwerk.
Wenn du:
– deine Zielgruppe kennst
– dein Ziel im Blick hast
– das richtige Format wählst
…dann wirst du sichtbar – und relevant.
Tools wie der Blechkopp oder mein Newsletter geben dir Rückenwind.
Aber den Schritt raus musst du selbst machen.
Nützliche Tools für deinen LinkedIn-Content
Du musst nicht alles im Kopf behalten oder im leeren Dokument stochern.
Mit den richtigen Tools wird Content-Erstellung deutlich entspannter – selbst wenn du wenig Zeit hast.
Hier ein paar Helfer, die sich in der Praxis bewährt haben:
Der Content Ideen Blechkopp (Custom GPT)
Dieses kostenlose GPT gibt dir bei Eingabe deines Themas 20 Ideen, was du damit machen kannst.
Probier’s aus und gib mir gern Feedback, ob’s hilft.
Du gibst deine Branche oder dein grobes Thema ein, und der Blechkopp wirft dir erste Content-Ideen aus – angepasst auf dein Business.
Notion
Notion ist dein digitaler Zettelkasten.
Du kannst dort Ideen sammeln, Redaktionspläne erstellen, Beiträge archivieren oder sogar ganze Kampagnen planen. Anfangs fand ich es gewöhnungsbedürftig, bei näherem Hinsehen ein unglaublich mächtiges Tool.
Vorteil: Du behältst die Übersicht, ohne in Tabellen zu ersticken.
Google Docs
Klassiker. Kostenlos. Online. Einfach.
Ideal, wenn du mit jemandem zusammenarbeitest – zum Beispiel mit einem Texter oder Sparringspartner.
Du kannst kommentieren, Entwürfe teilen oder mehrere Versionen nachvollziehen.
Tipp: Erstelle dir eine Vorlage mit Hook + Hauptteil + Call-to-Action – und nutze sie immer wieder.
TextBlaze (nur für Chrome)
Wenn du öfter ähnliche Formulierungen brauchst – etwa beim Kommentieren, Antworten oder beim Aufbau deiner Posts – dann hilft dir TextBlaze.
Das Tool speichert Textbausteine, die du per Kürzel einfügen kannst.
Du tippst /danke und bekommst einen netten Standard-Dankeskommentar.
Spart Zeit, schont Nerven.
Mehr Input gefällig?
Dann schnapp dir meine 6 kostenlosen Posting-Templates inklusive Hook, Struktur & Beispieltext:
